Heraus zum 15.10.11 in Weimar!

Über das progressive Verhältnis zu Nation und Europäische Union.
HERAUS ZUM 15.10. ZUR DEMONSTRATION GEGEN DIE FASCHISTEN
BEGINN 11.00 HAUPTBAHNHOF WEIMAR

Genossinnen und Genossen!
Wieder einmal, wie doch so häufig in der Bundesrepublik, versuchen die erzreaktionären Prügelknaben derselbigen, die Neonazis, durch die Innenstädte zu marschieren. Wir erinnern uns an Dresden im Februar, wo jedes Jahr wieder der braune Mop ganz legal seine Parolen schwingen darf. Auch heute versuchen die Nazis wieder ihre Position an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Es ist falsch, diese mit Ignoranz zu strafen, denn wie wir alle wissen, hatten sie schon einmal die Hebel in der Hand. Heute bietet die BRD ihnen schon wieder die Möglichkeit, die Interessen des deutschen Imperialismus auf radikalste Weise durchzusetzen. Das ist auch kein Zufall, denn wir leben in der selben BRD, in der Adenauer Alfried Krupp unter festlicher Dekoration seine Werke zurück übertrug. Nachdem er seine alten Nazidirektoren zusammenrief, verkündete er schon wörtlich:
„Ziel unserer Geschäftspolitik ist es, die alten Kruppschen Traditionen fortzusetzen.“
„Kruppsche Tradition“ – Todeshauch steigt eisig aus zwölf Millionen Gräbern des ersten und aus vierzig Millionen des zweiten Weltkrieges. Aus Kalkgruben und Verbrennungsöfen der Konzentrationslager, aus zusammengeschossenen Schützengräben und Unterständen, aus eingedrückten Luftschutzkellern, ausgebrannten Panzern, versunkenen U-Booten, zerschellten Flugzeugresten steigt der Moderduft und kräuselt sich Ekelerregend.
„Kruppsche Tradition:“- das sind die Essener Kanonenkönige, die im ersten Weltkrieg eine Viertelmillion Tonnen Stahl monatlich nach Frankreich und Italien lieferten.
„Kruppsche Tradition“- das sind die Essener Kanonenkönige, die im ersten Weltkrieg für jede Granate der englischen Kanonenkönige Vickers-Armstrong, die auf deutsche Soldaten abgefeuert wurde, für das Kruppsche Doppelzünderpatent einen Anteil erhielten.
„Kruppsche Tradition“- das sind die Essener Kanonenkönige, die sich nach dem ersten Weltkrieg trotz Demontagen und Reparationen schnell wieder erholten – gehätschelt von ihren amerikanischen, französischen und britischen Geschäftspartnern, von den deutschen Generalen, die geblieben waren, von den SPD-Führern, die sich Sozialisten nannten und mit Freikorps und den Herren von Kohle und Stahl, Ahr und Halm gemeinsame Sache machten.
„Kruppsche Tradition“- das waren jene Essener Kanonenkönige, die sich mit Flicks und Klöckners und Kirdorfs und Thyssens zusammentaten und den Faschismus finanzierten, damit dieser den gewinnbringenden Krieg entfessele…1
„Kruppsche Tradition“- das ist Ausbeutung, das ist Kriegsvorbereitung, das ist Krieg.

Die BRD mitsamt ihrer Unternehmer, ob Krupp oder IG-Farben, profitierte von der Barbarei ins Unermessliche hinein. Diese Nazis marschieren in der selben BRD, die nicht lange Zeit nach dem Krieg wieder ein Hauptexporteur im Waffenhandel wurde. Dieselbe, die vor nicht langer Zeit auch mit dem terroristische Regime in Saudi-Arabien einen Waffendeal vereinbarte.
Heute treten die Faschisten hier in Weimar unter dem Motto „Nationale Souveränität statt Europäische Wirtschaftsregierung“ auf. Die Forderungen sind wie üblich erzreaktionär. Ursprünglich proletarische Forderungen werden zu irrational imperialistischen pervertiert.
Dabei tritt der wohl bekannte Rassenchauvinismus zum Vorschein. Wir sollten uns nunmehr die Frage stellen, welches Verhältnis zu der Frage von Nation und EU ist nun progressiv?
Die Nation ist nach O.Bauer „eine historisch entstandene stabile Gemeinschaft von Menschen, entstanden auf der Grundlage der Gemeinschaft der Sprache, des Territoriums, des Wirtschaftslebens und der sich in der Gemeinschaft der Kultur offenbarenden psychischen Wesensart.“2 Die Souveränität bezeichnet das Selbstbestimmungsrecht der Nation. Eine nur gerechte Forderung nach den Gesetzen des proletarischen Internationalismus sollte sein, das die selbstbestimmenden Nationen friedlich Koexistieren und sich unterstützen. Das wäre eine progressive Forderung für die Massen. Die Nationalisten fordern einen Kampf der Völker, als wären sie gierige Hunde um ein saftiges Stück Fleisch. Sie fordern zwar, man solle „eine Großraumordnung errichten auf der Basis eines europäischen Verbundes der Vaterländer und der Solidarität der weissen Völker…“3, gemeint ist allerdings, abgesehen von der Tatsache, das nur die weiße Rasse in den „Genuss“ ihrer Solidarität kommt, die Interessen der deutschen Bourgeoisie konsequent gegenüber der anderen Völker durchzusetzen. Diese Verhältnisse haben wir allerdings schon heute: Von der Krise und der Politik der Europäischen Union profitieren hauptsächlich die BRD und Frankreich, also ihre Bourgeoisie, denn die Werktätigen dürfen die Schulden abstottern. Zentraleuropa hat sich schon Wirtschaftlich gegenüber den anderen Mächten behauptet, es fehlt nur noch die die territoriale Ausweitung der Einflussgebiete, angefangen mit Nordafrika. Die Helfer der deutschen Großunternehmer sind dabei die Nationalsozialisten, deren Aktivität durch die BRD eher begrüßt als behindert wird, denn die Kräfte, die sich heute effektiv und beständig gegen die Nazis wehren, werden unter starken Druck gesetzt, siehe die Aggression der Polizei gegen Lothar König oder die Massendatenspeicherungen nach Dresden 2011. Bürger! Wir Kommunisten von der Kommunistischen Initiative fordern euch auf, euren Kampf gegen den Faschismus nicht nur konsequent fortzusetzen, sondern zu erweitern. Denn die Ursache des Faschismus ist nicht der Faschismus selbst, sondern der Kapitalismus mitsamt dem internationalen Finanzkapital. „Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ (Marx)

  1. Von Schnitzler, Karl-Eduart: Deutschland und die Welt. [zurück]
  2. Stalin, Joseph: Marxismus und Nationale Frage. Stalinwerke 2, S. 272 [zurück]
  3. http://logr.org/autonomenationalistenvorderpfalz/was-wir-wollen/wer-wir-sind-und-was-wir-wollen/ [zurück]

Rote Armee I.

Die Armee der Arbeiter und Bauern gewann den Kampf gegen die Faschisten. Ehre denen, die ihr Leben und ihre Energie dem Frieden gaben! Dazu ein kleiner Musikbeitrag vom ML-Rapper Derbst One: Inhalte vom Feinsten.

Brecht – Lob der Partei

Warum ist die Partei der glorreiche Anführer der Arbeiterklasse und nur sie fähig, die Arbeiter auf dem richtigen Weg zu behalten? Brechts Antwort:

    Der Einzelne hat zwei Augen
    Die Partei hat tausend Augen.
    Die Partei sieht sieben Staaten
    Der Einzelne sieht eine Stadt.
    Der Einzelne hat seine Stunde,
    Aber die Partei hat viele Stunden.
    Der Einzelne kann vernichtet werden,
    Aber die Partei kann nicht vernichtet werden.
    Denn sie ist der Vortrupp der Massen
    Und führt ihren Kampf
    Mit den Methoden der Klassiker, welche geschöpft sind
    Aus der Kenntnis der Wirklichkeit.
    1931

Die Speerspitze vom Dreck säubern

Was ist die deutsche Linke? Sie ist ein Haufen entweder kompromissloser Sturköpfe (also die Linksradikalen) oder Verräterschweinen. Unter diesem Bodensatz progressiver Arbeit und damit Identität, befinden sich allerdings auch noch ein paar Juwelen, schwimmend zu oder an die Oberfläche. Der genannte Rest schießt den Arbeitern in Kopf und Rücken, in Fuß und Arm und zu guter letzt noch in den Hals, damit der Arbeiter ohne Luft ohnmächtig, bewegungs- und handlungsunfähig, verblödet und sittenlos wird. Die Speerspitze gehört wieder vom Dreck gesäubert: Leo Mayer und hth, macht euch auf was gefasst!

Die Diktatur des Proletariats als fortschrittliches Mittel der proletarischen Revolution

Die Werte der proletarischen Revolution nehmen erst durch die Diktatur des Proletariats ihre äußere Gestalt an. Die Diktatur des Proletariats hat unter anderem die Aufgabe, weil sie es im Gegensatz zu der proletarischen Revolution leisten kann, die Restauration der alten bürgerlichen, feudalen oder sonstigen Verhältnisse zu verhindern. Sie Hat drei Hauptaufgaben, die nach dem Sieg des Proletariats entstehen werden.
1. Aufruhr und den Widerstand, der durch die proletarischen Revolution gestürzten Kapitalisten und weiter expropriierten Reaktionären zu brechen; alle Versuche derer, die bürgerlichen Verhältnisse wiederherzustellen, zunichte zu machen
2. Die Organisation der Arbeiter; Aufbau des Geistes aller Werktätigen um das Proletariat zusammenschließen; alle Arbeit auf die Liquidierung der Klassen ausrichten
3. Die Revolutionären in Kampfe gegen den Imperialismus zu bewaffnen und gegen diesen und sonstige äußere Feinde zu organisieren

    „Der Übergang vom Kapitalismus zum Kommunismus erfasst eine ganze geschichtliche Epoche.“
    Lenin

Die Bemühungen der Reaktion auf Restauration werden sich nach dem Sturz der Macht der Bourgeoisie (usw.) horrend verschärfen. Zu beachten ist, dass die Reaktion auch lange nach ihrem Sturz immer noch stärker sein wird als das Proletariat. Deshalb ist äußerste Vorsicht geboten. Vermeintliche Genossen scharen sich um das internationale und nationale Kapital und unterwandern und sabotieren die Arbeitermacht, also die Macht des Friedens und der der Gerechtigkeit. Worin steht aber die Stärke der Bourgeoisie?
a) …in der Stärke des internationalen Kapitals, in der Zähigkeit der internationalen Verbindungen der Bourgeoisie
b) …diverse Vorteile der Bourgeoisie, zum Beispiel:
- Reste alter Verhältnisse (Bsp.: Geld, das nicht sofort nach dem Sturz der Bourgeoisie abschaffbar sein wird)
- Kenntnisse und Erfahrungen (Bsp.: Beziehungen, Routine von organisatorischen Abläufen)
- „Betriebsgeheimnisse“
- starke Verbindungen zu bürgerlich fühlenden und lebenden
- Erfahrungen und Routine im Militärwesen
c)… durch die Macht der Gewohnheit und der Stärke der Kleinproduktion
Kleinproduktion ist bürgerlich uns muss abgeschafft werden, dies geht nur durch eine langwierige und geduldige Arbeit diese Kleinproduzenten umzuerziehen und umzumodeln.

    „Die Diktatur des Proletariats ist der aufopferungsvollste und schonungsloseste Krieg der neuen Klasse gegen den mächtigeren Feind, die Bourgeoisie.“
    Lenin

Des Weiteren:

    „Die Diktatur des Proletariats ist ein zäher Kampf, ein blutiger und unblutiger, gewaltsamer und friedlicher, militärischer und wirtschaftlicher, pädagogischer und administrativer Kampf gegen die Mächte und Traditionen der alten Gesellschaft.“
    Lenin

Die Epoche der Diktatur des Proletariats ist keine Phase von heroischen, revolutionären Einzeltaten, sondern eine, die der notwendigen Schaffung von wirtschaftlichen und kulturellen Vorraussetzungen, um den Sieg des Sozialismus endgültig zu erringen, dient. Des Weiteren muss in dieser Zeit dem Proletariat die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst zu erziehen, also Kritik und Selbstkritik zu üben, und eine fähige Gruppe rein organisatorischer Funktion herauszubilden. Die Diktatur des Proletariats ist dem entsprechend vorrangig eine Umerziehungsphase der Werktätigen UND Reaktionären. Wenn diese Diktatur stark genug ist, kann sie sich fast problemlos gegen die Angriffe der konterrevolutionären Kräfte wehren.

    Es genügt nicht, Revolutionär und Anhänger des Sozialismus oder Kommunismus im Allgemeinen zu sein. Man muss in jedem Augenblick jenes besondere Kettenglied zu finden wissen, das man mit allen Kräften anpacken muss, um die ganze Kette festzuhalten und um den Übergang zum nächsten Glied sicher vorzubereiten.“

Vorwärts, Bolschewik!

Der Arme und der Reiche,
die Wahrheit und das Falsche,
scheinen in diesem Falle
einmal mehr Kampf auszuführen.

Bajonett und Mistgabel,
stechen im Schritt die Bourgeoisie.
Arbeiter sprechen vom Klassenkampf,
Idealisten von Utopie.

Schon zu lang auf dieser Erde
lügen unsre Herrscher
humanitäre Hilfe zu leisten
wo Kriege geführt werden.

Eroberung der Privatmacht,
Eroberung der Arbeitermacht,
auf Feldern und den Städten,
Alle Macht Den Räten!

Edgar Wasser und der anspruchsvolle Hip-Hop

Vor kurzem entdeckte ich einen Meister der modernen Lyrik. Ein gebürtiger Amerikaner, jetzt in München lebender, Hip-Hoper namens Edgar Wasser. Seit 2007 macht er Musik und veröffentlichte schon einige EPs. Auf harmonischen Jazzsamples zaubert Edgar Bilder, ungewöhnlich abgehoben vom deutschen Hip-Hop. Er bezeichnet seine Texte selbst als Sinn frei. Ich vermeine einen Kommunistischen Anspruch hinaus zu hören, das ist allerdings nur Vermutung. Seine Songs sind frei zum Download angeboten, bildet euch also selbst eine Meinung. Zum Einstieg sind hier schon 4 seiner Tracks eingebettet.

Umstandserklärung des „Gerberkritischen Komitees“ zur Lage der Gerberstraße 1 und zum Vorgehen für die Verbesserung dieser

Was ist das „Gerberkritische Komitee“?

Das „Gerberkritische Komitee“ ist ein Zusammenschluss von Personen aus dem unmittelbaren Zusammenhang des Gerbernahen Umfelds. Für diesen Kreis geht es um eine Revolutionierung der Zustände der Gerberstraße von Innen heraus. Das Komitee ist eine offene Gruppe, wo sich jede Person, die nicht das Geschehen zerspaltet, zurückdrängt oder zu ähnlichen Schädigungen für das Komitee führt, einbringen darf.

Was kritisiert das „Gerberkritische Komitee“?

Die Gerberstraße 1 hat sich in den letzten Jahren nach der Neubesetzung im Januar 2009, insbesondere nach der Neueröffnung Frühjahr 2010, ihrem politschen Zweck entfremdet. Und wir sprechen nicht von normalen Schwankungen der Qualität und Quantität der politischen und organisatorischen Aktion zwischen den Jahreszeiten, wir sprechen von einer permanenten Krise der Organisation und dem konsequenten Rückschritt von den Errungenschaften aus vorheriger Zeit.
Was die Gerberstraße 1 als Kollektiv betreibt ist ein suicide Lifestyle. Der Wille der Insassen ist nicht ein AUFBAU sondern ein ABBAU jeglicher revolutionäre Strukturen. Mit allen Mitteln wird gegen jeglichen möglichen Erfolg gearbeitet. Durch Barrikaden werden die Straßen gesperrt, ohne jeglichen Nutzen, damit die Bürgerlichen gestört werden oder nur aus Jux und Dollerei. Auf wen fällt es zurück? Auf Menschen die Tatsache etwas bewegen wollen. Dieses unreflektierte Handeln schließt Türen und hemmt somit die Bewegungsfreiheit des ganzen Kollektivs.
Abends wird in der Gerberstraße 1 gefeiert. Übermäßiger Alkoholkonsum treibt die Personen zur Barbarei.
Es wird sich geprügelt, (dabei) Gegenstände zerstört, alles was nicht absolut zerstört und stinkend ist wie sie selbst als Yuppies bezeichnet und teilweise mit diversen Wurfgeschossen deren Aufenthalt möglichst unangenehm gemacht, genervt und gepöbelt. Erlauben können sich dieses Fehlverhalten nur Menschen innerhalb des Gerber Kollektivs, Menschen, die nicht dazu gehören, würden sofort vor die Tür gesetzt werden.
„Wenn die Gerber nicht so widerlich stinken würde und hygienischer wäre, würde ich sogar hingehen und wenn die Leute nicht so asozial wären“ sagte eine Person, die auch schon in der Gerberstraße 1 war und es nicht lange aushielt. Und dieses Kollektiv redet von anarchistischer, antiautoritärer Organisation. Dieses Kollektiv redet von Selbstbestimmung und Vorleben. Glücklich kann man darüber sein, das sich diesem Leben niemand aus dem bürgerlichen Milieu anschließt, selbst dieses scheint vernünftiger zu sein als der große Teil des Kollektivs Gerberstraße 1. Und alle 2 Monate fahren sie auf eine Demonstration, um ihre politische Farce, das einzige was ihnen noch übrig bleibt, nicht zu verlieren. Zwischen den Monaten kommen dann noch Polemiken, schwachsinnige Erklärungen und Rechtfertigungen, realitätsferne Revolutionsträumereien und Gerede, was getan werden müsste. Noch die Realität sieht anders aus. Die Gerberstraße 1, welche nach anarchistischen
Vorgehen sich als Vorbild in die bürgerliche Gesellschaft integrieren sollte, Grenzt sich immer mehr von ihr ab.
Alles sein, bloß kein Spießbürger. Stattdessen feiert man sich als Drogenverweichter, Alkoholzerfressener, Prinzipienloser, bis zum Himmel stinkender, unhygienischer, Aufmerksamkeit süchtiger, spätpubertärer und erlebnisgeiler, anarchistischer Mob im Clownskostüm. Anscheinend finden das einige Jugendliche der postmodernen Beliebigkeit auch noch anziehend. Jedes Mädchen das über fünfzehn Jahren, wenn überhaupt, und wenigstens nur mittelmäßig attraktiv ist, scheint in der antisexistischen Geberstraße Frischfleisch zu sein.
Jungs gleichen Alters werden links liegen gelassen, scheint keinen zu interessieren, warum auch, man will ja nicht politisch Erziehen, man will einfach nur seine persönlichen Bedürfnisse befriedigen. Mit wem? Ich bin besoffen ist mir doch scheiß egal. Die soziale Intelligenz wurde durch das niederste Ausleben der Bedürfnisse verdrängt. So etwas nennt man Hedonismus, aber über die wird in der Gerberstraße im allgemeinen geschimpft.
Es stellt sich die Frage, warum das Plenum nicht einschreitet. Dafür gibt es eine sehr einfache Antwort:

1.Besteht das Plenum aus den selben Menschen, die den beschriebenen Lifestyle pflegen
2.Funktioniert das Plenum nach Konsensprinzip (gerne gibt es auch mal einen Konsens -2 Gegenstimmen), welches mit Menschen, die das richtige Argument nicht als das Entscheidungstragende in einer Diskussion sehen, unmöglich ist, denn Polemiken niederster Art nach dem Motto („ist trotzdem scheiße“) bringen das Kollektiv nicht nur keinen Schritt vorwärts, sondern 2 Schritte zurück
3.Alle Menschen die Einwand betreiben und die einzige mögliche Lösung zur Rehabilitation der Gerberstraße 1, also strenge, autoritäre Maßnahmen, die ein Ausufern der Situation schon präventiv verhindern, werden als autoritäre Spinner abgestempelt oder sind auf eine unerfindliche andere Art und Weise die Idioten
4.Das Plenum findet gar nicht erst statt oder wird nach Abarbeitung von maximal der Hälfte aller Punkte abgebrochen, weil die Diskussionen durch stupide Polemiken so verknotet sind, das ein Fortführen des Plenums unmöglich ist
5.Abnormal bescheuerte Witze und Ähnliches verlangsamen den Ablauf des Plenums
6.Unfähigkeit eine vernünftige Kommunikation zu führen, wo schon die leichtesten Dinge, wie sich ausreden lassen, zu schwer für das zugekiffte Hirn werden.
7.Ewig lange Streits um die banalsten Dinge

Wie wir sehen ist das Kollektiv zu unfähig sich zu organisieren, deswegen muss das wohl eine Art „Elite“ machen, die wenn nötig auch mit härteren Konsequenzen den Wiederaufbau der politischen Strukturen und den Erhalt und Aufbau der Freundschaft und friedlichen Koexistenz zu dem Bürgertum durchsetzen wird.
Dazu folgende vorläufige Aufgaben die sich das „Gerberkritische Komitee“ stellt:

1.Rauswurf der in der Gerberstraße wohnenden Menschen zum 1. September
2.Schließung der Küche: AK Küche Verwaltet die Küche und niemand darf ohne die Erlaubnis der AK in die Küche. Die AK Küche richtet die Küche ebenfalls wieder her. Dies geschieht aus der Erfahrung das die Nutzer der Gerberstraße 1 nicht mit der Küche umgehen können. Chaos, krankhafter Keim und Zerstörung sind das Ergebnis einer allgemeinen Nutzung gewesen. Wir lernen aus unseren Fehlern!
3.Schließung des Bandraumes nur noch für Personen denen der Erfahrungen entsprechend vertraut werden kann. Gleicheres wie in Punkt 2.
4.Kein Einstellen des Bardienstes unabhängig der Fähigkeiten. Der Bardienst hat Aufgaben zu erfüllen, die er leisten kann und muss und kriegt dementsprechend eine Einführung wie er es zu tun hat.
5.Rehabilitierung des Infoladens, Zutritt zum Dachboden nur noch für befugte Personen
6.Gleichbehandlung zwischen Gästen und Nutzern
7.Aufstellung fester Regeln mit dementsprechend festgelegten Konsequenzen

Dies ist die vorläufige Umstandserklärung, Aktualisierungen werden folgen, für einen neuen politischen Kurs im Projekt Gerberstraße 1!

Redebeitrag zum Weltflüchtlingstag

Anlässlich des Weltflüchtlingstages ist ebenfalls ein Zustand zu beleuchten, der die Unterdrückung eines ganzen Volkes beschreibt. Die Rede ist von Kurdistan und dem unterdrückten kurdischen Volk. Neben der ohne hin schon perversen Repression, ausgeübt durch die Türkische Regierung, die Kinder für das tragen einer PKK-Flagge mehrere Jahrzehnte in das Gefängnis sperrt, Kurden aus Dörfern vertreibt und Steine werfende Menschen erschießt, werden auch in Deutschland kurdische Flüchtlinge gejagt. Doch was brachte das Kurdische Volk in diese Lage?

Das kurdische Siedlungsgebiet erstreckt sich über mehrere Staaten: Irak, Iran, Syrien und die Türkei. Es soll schätzungsweise 40 Millionen Kurden geben, davon allein 25 Millionen in der Türkei. 1638 wurde Kurdistan zum ersten mal in das Osmanische und das Persische Reich aufgeteilt. Ab diesem Zeitpunkt traten die Kurden als Minorität in jeder Gesellschaft auf. 1916 werden geheime Verträge zur Aufteilung der Türkei und Kurdistans abgeschlossen und die Deportation von 700000 Kurden nach Westanatolien wird begonnen. Zur Zeiten nach dem ersten Weltkrieg kam unter dem sogenannten Atatürk, dem „Vater der Türken“, eine starke Nationalisierung der jetzigen Türkei auf. Die ethnische Mehrheit, also die Türken, forderte ihre eigene Nation. Und wie es in der Geschichte schon immer war, gehört zu einer Nation eine breitflächige ethnische Gleichheit. So wurden erst die Griechen ermordet und vertrieben, dann die Armenier, den Mord an den Armeniern leugnet die Türkei bis heute, und schließlich bis heute die Kurden. Nach der Proklamierung des 1. Türkischen Republik entsteht unter Atatürk die Staatsdoktrin des Kemalismus, die Zwangsassimilation der Kurden findet hier ihren Anfang. Die kurdische Sprache wird verboten, wie auch die Ausübung ihrer Kultur, ebenfalls Worte wie „kurdisch“ oder „Kurdistan“ und kurdische Namen wurden turkisiert um die kurdische Identität auszulöschen. Mit dem am 24. Juli 1923 unterzeichneten Vertrag von Lausanne wurde der zum osmanischen Territorium gehörende Teil Kurdistans weiter geteilt. Auf den Gebieten, die einem englischen und einem französischen Mandat unterstellt waren, entstanden in der Folge Syrien und der Irak. Der größte Teil Kurdistans blieb innerhalb der Staatsgrenzen der neu gegründeten Republik Türkei. Zu diesem Zeitpunkt begann die Offensive der türkischen Kurden gegen die Unterdrückung und für ihre Souveränität. Im März 1925 folgt der erste Kurdenaufstand unter Scheich Sayid. Dieser wurde von Atatürks Armee gewaltsam Niedergeschlagen. Weitere Aufstände folgten und wurden gleichermaßen niedergeschlagen. Zwischen 1975 und 1980 werden im Irak umfangreiche Deportationen von Kurden in „tiefer gelegene Lager“ durchgeführt.
Am 27. November gründet Abdullah Öcalan die PKK, eine sozialistische kurdische Guerilla, die wenn nötig auch mit Gewalt gegen die Unterdrücker vorgehen wird. Diese Guerilla hat bis zum heutigen Tage bestand. 1998 wurde Abdullah Öcalan verhaftet und wird seit 1999 auf einer Gefängnisinsel im Mamarameer von ca. 500 Militärs überwacht.

In der Türkei werden auch noch heute Kurden Verfolgt und vertrieben. So werden Menschen für 10 Jahre inhaftiert, weil sie die kurdische Farbkombination Rot-Gelb-Grün tragen. Ein Verdacht für eine Verbindung mit der PKK reicht, um Jugendliche für ihr Leben lang wegzusperren. Ein Flüchtling erzählte, das einmal die Türkische Armee in ein kurdischen Nachbarort kam und die Bewohner vor die Wahl stellte, entweder mit ihnen gemeinsam gegen die PKK zu arbeiten oder aber von der Türkischen Armee aus ihrem Heimatdorf vertrieben zu werden. Darauf flüchteten der Großteil der Bewohner. Menschen, von denen herausgefunden wurde, das sie nur in einer minimalen Verbindung mit der PKK stehen, werden gefoltert oder gar ermordet. Die PKK stand laut Aussagen von dem kurdischen Flüchtling schon immer im Mittelpunkt der Verfolgten Kurden, das die PKK für ihre Rechte kämpft. Die bürgerlichen Medien auch hier in Deutschland, stellen die PKK als Terroristen da, die von der Bevölkerung keinen Rückhalt hat. Es gilt zu sagen, das die PKK ununterbrochen Waffenstillstände anbietet, die durch die Ermordung von Jugendlichen oder ähnlichem immer wieder von der türkischen Regierung gebrochen werden. Das es dafür Vergeltungsschläge gibt, dürfte mehr als Verständlich sein.
Durch diese menschen Unwürdigen Verhältnisse sind viele Kurden notgedrungen nach Europa zu fliehen. Der kurdische Flüchtling sagte, das keiner von dem ihr bekannten Kurden nach Europa wolle: Europa sei Kapitalismus und Kapitalismus ist Barbarei. Diese Leute wollen in Kurdistan bleiben und den Sozialismus aufbauen und Europa solle nicht denken, das sie die Guten sind.

In Deutschland werden kurdische Flüchtlinge unter starker Repression gesetzt. Dies fängt schon mit dem Verbot des Zeichens der PKK an, welches übrigens nur in der Türkei und Deutschland unter Strafe steht.
Hier sind nur ein paar Punkte aufgelistet die Einfluss auf die deutschen Kurden haben:

• Unterbindung politischer Einflussnahme kurdischer Exilstrukturen in den europäischen Ländern durch Kriminalisierung und Stigmatisierung der kurdischen Bewegung als „terroristische Organisation“
• Einschränkung der Handlungs- und Bewegungsfreiheit kurdischer PolitikerInnen durch Repression und Vollzug der von der Türkei ausgestellten internationalen Haftbefehle
• Abschreckung kurdisch stämmiger Menschen an politischer Teilhabe in Vereinen und Organisationen durch straf- und ausländerrechtliche Sanktionen
• Kriminalisierung von öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie Demonstrationen und Kundgebungen
• Unterbindung finanzieller Zuwendungen an die kurdische Bewegung in Kurdistan von Europa aus durch strafrechtliche Maßnahmen
• Verhinderung freier Informationen über die Situation in Kurdistan und der entsprechenden Bewusstseinsbildung bei den kurdisch stämmigen Menschen in Europa durch Repression gegen kurdische Medien
• Verhinderung einer objektiven Berichterstattung in den europäischen Medien und der Entwicklung von Solidarität in der europäischen Bevölkerung durch Stigmatisierung der kurdischen Bewegung als „terroristische Vereinigung“
• psychologische Kriegsführung gegen die Bevölkerung in Kurdistan, um ihr die Aussichtslosigkeit einer Lösung vor Augen zu führen, solange sie an der PKK als politischer Vertretung festhält
Den allgemeinen Rahmen für die Kriminalisierung bildet die EU-einheitliche Liste terroristischer Organisationen, in welche 2004 die PKK und so genannte Nachfolgeorganisationen aufgenommen wurden. Speziell in Deutschland gilt seit 1993 das vom damaligen Innenminister
verhängte PKK-Verbot als Grundlage zur Kriminalisierung auf vereinsrechtlicher Ebene. In Deutschland umfassen die Sanktionen gegen politisch aktive Menschen kurdischer Herkunft sowohl strafrechtliche als auch ausländerrechtliche Maßnahmen:

2. Ausländerrechtliche Maßnahmen:
Asylwiderruf
In den letzten Jahren wird kurdischen AktivistInnen in zunehmenden Ma§e in Widerrufsverfahren die Asylwürdigkeit aberkannt wegen angeblicher Teilnahme an terroristischen Aktivitäten. Bezeichnerderweise werden hier oft genau die Gründe genannt, die in den ursprünglichen Verfahren zur Anerkennung des Asylstatus geführt hatten. Für die Betroffenen, die oft durch lange Haftstrafen und Folter in der Türkei traumatisiert sind, bedeutet dies, sich nun erneut mit der Gefahr einer Abschiebung konfrontiert zu sehen.
Einbürgerung:
Viele der in Deutschland lebenden kurdisch stämmigen Menschen sind hier aufgewachsen und erfüllen den Rechtsanspruch auf Einbürgerung. Eine Einbürgerung kann von den deutschen Behörden allerdings abgelehnt werden, wenn dem Antragsteller extremistische Bestrebungen unterstellt werden. Dieser Passus wird bei KurdInnen extrem weit ausgelegt. Schon der öftere Besuch kurdischer Vereine und die Teilnahme an legalen Demonstrationen werden regelmäßig von den Behörden als Gründe angeführt, eine Einbürgerung
zu verweigern. Die gängige Praxis zielt klar darauf hin, durch das Grundgesetz geschützte Rechte auf politische Bestätigung durch das Ausländerrecht auszuhebeln und politisches Wohlverhalten zu erzwingen.
Bespitzelung:
Der unsichere Aufenthaltsstatus der kurdischen MigrantInnen dient dem Verfassungsschutz als Einfallstor, um innerhalb der kurdischen Bevölkerung Spitzel anzuwerben. Durch Drohungen und Lockungen werden Menschen in einen Konflikt des Verrats geführt, aus dem sich in der Vergangenheit einige nur durch Selbstmord befreien konnten.

Als Schlusswort gilt zu sagen, das Kurden überall verfolgt und gejagt werden, also Bürgerinnen und Bürger:
Nehmt dieses Unrecht wahr und organisiert euch für das Recht der kurdischen Flüchtling und Kurdistan.
Als Ansprechpartner steht die SDAJ Weimar und die Informationsquelle www.tatortkurdistan.blogsport.de
zur Verfügung.

Hoch die Internationale Solidarität!

PS: Punkte von tatortkurdistan.blogsport.de übernommen

Flüchtlingstag 20.06.11 Weimar

Am 20.06.11 wird in Weimar eine Kundgebung zum Weltflüchtlingstag stattfinden. Voraussichtlich werden von 12.00 bis 18.00 Uhr Aktionen zu verschiedenen Themen stattfinden. Ein Redebeitrag zum Thema „Kurdistan und Freiheitskampf“ seitens der SDAJ Weimar und weitere Beiträge zum Thema Festung Europa und Residenzpflicht, gehalten von Einzelpersonen rund um das anarchistische „Gerber 1″-Kollektiv, sind geplant. Des weiteren soll es vegane Kost und Informationsmaterial geben. Das Ganze wird auf dem Theaterplatz im Zentrum Weimars stattfinden. Durch den Minimalkonsens zum Anlass der Veranstaltung bot sich ein Bündnis zwischen SDAJ und Gerber 1 an und wird dementsprechend wahrgenommen.

Wir sehen uns am Weltflüchtlingstag.
Für die Freundschaft aller Völker!

PS: Das die Kost vegan sein soll, ist nicht auf meinem Mist gewachsen.

KI-TV zum Thema Syrien

Wo der Imperialismus nach neuen Wertquellen greift, werden Freunde des Volkes zu „Irren“. Revolutionsführer Gadaffi und Bashar al-Assad sind nur zwei Staatsoberhäupter unter einer Reihe von vielen, antiimperialistisch, welche laut bürgerlichen Medien „Menschenfeinde“ seien. Zum Thema Syrien ein kleiner Beitrag seitens der Kommunistischen Initiative.

Gedichtsunsinn

Zum Verfall der Lyrik gilt zusagen, das dazu immer mehrere gehören. So schuf der Zufall ein Gedicht.

Es war einmal eine Winternacht,
ein Blitz hat die Sterne entfacht,
wie hat der Wolf zur See geschrien,
was sei nur von der Welt geblieben.

Schutzlos durch die Dunkelheit,
schon seit Anbeginn der Zeit
wird es auf zur See gerufen,
wer muss den Tod der Welt verbuchen?

Tränen hat die See geweint
Verzweifelt nach dem „jetzt“ gegriffen
Der Wolf gestorben wie es scheint
Versucht, ins falsche Land zu Schiffen

Entblößung des faulen Wüterich
schien bloß als Füllung ihrerseits
und brennt das Gift so bitterlich
ist bald das Land unsterblich kalt.

Geflohen sind sie vor der Weite der Nacht
Verätzt die Haut durch Lügen
Das Gift hat sie hart und nackt gemacht
Was, wenn sie sich nie mehr vertrügen?

Dem Pfad entlang,
die Stimme erwacht,
hat sie den Wanderstock
zur Lanze gemacht.

Kommentar zu Überwachung und Repression in China

Zu erst einmal ein kleines Wort von mir.

    „Nachdem die Feinde, die mit Gewehren
    bewaffnet waren, vernichtet worden sind,
    wird es immer noch Feinde ohne Gewehre
    geben, die uns bestimmt bis aufs äußerste
    bekämpfen werden, und wir dürfen diese
    Feinde keinesfalls leichtnehmen. Wenn wir
    jetzt diese Frage nicht so aufwerfen und begreifen,
    werden wir äußerst schwere Fehler
    begehen.“
    (Worte des Vorsitzenden Mao Tsetung)

Nach dem die Partei revisionistisch wurde, die chinesischen Gorbatschows und Chruschtschows es endgültig schafften die Revolution im Keim zu ersticken, die Revolution, die eine war, da sie vom Volke aus ging und nur deshalb im Interesse des Volkes sein konnte, wer sollte auch, ausser aus Selbstironie, gegen sich selbst arbeiten, fahren diese Revisionisten eine immer extremere Schiene der Volksunterdrückung zum Zwecke des Erhaltes der Bourgeoisie. Die Gewinner der gesellschaftlichen Produktion werden nicht mehr dem Volk überführt, sondern in die Bourgeoisie gegeben. Das gesellschaftliche Interesse wurde von „Sozialisten“ in ein Bürgerliches umgeschlagen und als Gesellschaftliches getarnt. Wie soll das nur weiter gehen? Die Imperialisten übernehmen den gesamten Kontinent und die einzige Weltmacht, nach dem Fall der der großen sowjetischen Heimat , die noch das Potenzial hat durch innerparteiliche Reformen und auf-der-marxistisch-leninistischen-Linie-bleiben doch noch einen progressiven Kurs zu fahren, zieht mit und rutscht weiter und weiter ins Elend ab. Die Werkstätte und Quasihure des Imperialismus. Ich gestehe mir selber den Fehler ein, dass ich die Aufgaben wohl damals den falschen Leuten anvertraute, aber ich tat das bestmögliche was ich tun konnte. Und mehr als dem Volke einen Denkansatz zu geben kann ich nun auch nicht tun, und man muss mir zugestehen, das der Kampf gegen Peng Chen und Canaillen effektiv war. Doch solche Leute sitzen heute doch wieder im Zentralkomitee und den Kadern. Kind, oh du mein Zögling, der Aufgehe in der höchsten Sonne und über alle Welt dich öffne und erbringe, wie konntest du dich nur von dem Ticken des Zyklus verstecken lassen? Oh du mein Kind, nein euer Kind, nein unser Kind, wann wirst du die Menschheit erwärmen?

Mit freundlichen Grüßen aus dem Jenseits
Mao Tsetung

Von der Beziehung der Bevölkerung Weimars zum KZ Buchenwald

Die unermesslichen Verbrechen die im KZ Buchenwald geschahen sind für nichts in der Welt wieder auszugleichen. Schätzungsweise über 250.000 Menschen waren in der Zeitspanne der Eröffnung am 15. Juli 1937 und der Befreiung durch die Amerikaner am 11. April 1945 inhaftiert.
In dieser Zeit kamen ebenso nach Schätzungen 50.000 Menschen ums Leben, allerdings registriert durch die SS wurden nur 34.000 Tote.
Man mag sich Fragen warum 7 km von Weimar entfernt zehntausende von Menschen misshandelt und ermordet werden konnten ohne das die Bevölkerung eingriff. Von einem vernünftigen Menschen wäre zu erwarten das er dieses Treiben nicht still affirmiert.
Nach der Befreiung des KZ Buchenwalds durch die US-Army waren 1000 Bürger gezwungen sich die Auswüchse eines kaputten Systems an zu schauen, dabei behauptete die Mehrheit der Bürger nichts davon gewusst zu haben. Dies gilt es zu erst einmal zu widerlegen.
Vorweg gesagt wurden die Häftlinge, die mit dem Zug am Weimarer Hauptbahnhof hielten, begleitet von einem riesigen SS Aufgebot, gerade zu Anfangszeiten, zu Fuß ins KZ getrieben. Das dies unübersehbar ist, kann nicht bestritten werden zumal die Hauptstraße genutzt wurde. Die 20-25 Menschen die auf diesem Weg meistens starben, wurden in den Straßengraben geworfen. Doch antworteten viele Bürger sinngemäß, dass eigentlich niemand etwas mitbekam, da die Nationalsozialisten die Vorgänge in dem Konzentrationslager in Buchenwald von der Öffentlichkeit fernhalten wollten, dies sei ihnen auch angeblich sehr gut gelungen. Der damalige Bürgermeister Kloss beschrieb, dass die größte Angst nicht bei der Belagerung Weimars durch die Amerikaner lag sondern bei der möglichen Rache der KZ Häftlinge wenn sie nur befreit werden würden, denn der Bevölkerung war bewusst, dass die SS wohl in einem endgültigen Moment fliehen würde. Nach einer Befreiung wäre die Flucht nach Weimar lebensnotwendig gewesen, schließlich waren Nahrungs- und Verpflegungsressourcen in der Stadt vorhanden. Allerdings würde es bei so riesigen, verständlich panischen Menschenmassen zu Brutalitäten kommen, da die Ressourcen auch nicht für alle ausreichten. Weimar bewohnten in dieser Zeitspanne 60.000 Menschen, in Buchenwald wurden bis zu 100.000 Menschen auf einmal „gehalten“, was alles über die Situation einer solchen „Häftlingsinvasion“ aussagen sollte. Für viele Anwohner war es auch schon sicher das sie fliehen werden falls die Häftlinge ausbrechen sollten. Daraus kann man nur schließen das mindestens 95% Bescheid wussten was vorgeht, vielleicht nicht in welchem Ausmaß, aber das etwas unmenschliches „dort oben“ geschieht war klar. Es spricht allerdings für die Annahme, dass sie nur nicht wussten welches Ausmaß diese Tortur annahm, dass sie auf Gewalttaten spekulierten was aber in dem physischen und psychischen Zustand der Häftlinge nicht möglich gewesen wäre. Einzig der absolute Zusammenbruch der Versorgung wäre sehr wahrscheinlich wenn alle verletzten, hungernden und kranken Menschen wäre geholfen worden. Bürgermeister Kloss meinte auch das dem Volk genug durchgesickert sei, so viele Juden und Polen seien gestorben, der Tod könnte nicht auf natürliche Art und Weise eingetreten sein. Es gab ebenfalls Häftlinge die nach einiger Zeit Haft wieder frei gelassen wurden, aber aus Schock und Druck durch die SS schwiegen. Aber auch Aufseher, generell beteiligte SS-Männer redeten über die Quälereien im Konzentrationslager. Viele Bürger hielten diese Erzählungen allerdings für unglaubhaft denn so etwas schreckliches sei ja schließlich keinen Menschen zumutbar. Eine Zeitzeugin berichtet, dass die meisten Anwohner lange davon wussten, davon, dass die Häftlinge auf dem Bahnhof in gestreifter Kleidung gesehen wurden und in Ausnahmefällen wurden Inhaftierte in dieser Kleidung auch am Stadtrand zum arbeiten gezwungen.
Menschen die dieses Vorgehen auch nicht gutheißen konnten hatten allerdings Angst nur ein Wort darüber zu sagen, denn Buchenwald und der Tod seien ja nicht weit entfernt.
Jeder Bürger stand selbst mit einem Bein in Buchenwald und es war nicht schwer dort zu landen.
Das Konzentrationslager Buchenwald wurde offensichtlich in den Regionalverwaltungsdokumenten in den Stadtkreis Weimar eingegliedert das heißt das sich eine Stadtpolitik auch in Bezug auf Buchenwald offensichtlich oder nicht bezogen haben muss. Ein logischer Schluss einer Existenz dieses Konzentrationslagers war so gut wie unumgänglich.
Außerdem entstanden durch eine schlechte Abwasserregelung, das Abwasser Buchenwalds floss auch durch Weimar, bei einigen Menschen im Weimarer Umkreis Typhusinfektionen.
Ein Konflikt zwischen Weimar und dem Konzentrationslager wurde recht offen ausgetragen. Nicht viel später durften Weimarer Spezialisten die Wassertechniken in Buchenwald überprüfen. Ebenfalls der Bau der Buchenwaldbahn entfachte einen Streit der beiden Parteien da eine Waldrodung ökonomisch wie auch ökologisch für Weimar nachteilig war.
Schon kurz nach der Gründung interessierten sich auch größere Firmen für eine Mitmischung im KZ beziehungsweise eine Anteilnahme an Häftlingen die dann für einen äußerst geringen Bezahlungssatz an das Konzentrationslager für die Firmen arbeiteten.
Die Versorgung der Gefangenen ging trotzdem immer über Buchenwald, es dürfe ihnen ja schließlich nicht zu gut gehen. Diese wurden sehr oft im Baugewerbe eingesetzt, die Mietung eines Inhaftierten war auch sehr profitabel und da viele Firmen dieses Angebot nutzten auch fast unumgänglich, wo jeder Bürger den gemieteten Arbeitern bei ihrer Tätigkeit zuschauen konnten und auch ihren Zustand sehen konnten, es musste für jeden ausgeschlossen sein das dieser auf natürlichen Wege eingetreten sei.
Die Bürger Weimars hatten zur Zeit des Nationalsozialismus ein kulturelles Selbstverständnis gerade da zum Beispiel Goethe und Schiller in Weimar ihre Wirkungsstätte sahen. Die Stadt war von einem „gesundem“ Mittelstand geprägt. Weimar war auch ein politisches Zentrum schließlich tagte hier die Nationalversammlung.
Es wurde von der Weimarer Stadtverwaltung die Austragung verschiedener agitatorischer Züge und Feste der NSDAP genehmigt auch schon vor deren Wahl, so dass die Nationalsozialisten sich in Weimar verankerten und sich von dort aus nach Berlin kämpften.
Ein ehemaliger KZ-Häftling meinte das in der Errichtung der Konzentrationslagers „in“ Weimar ein rein symbolischer Akt stecke. Weimar war damals schon eine deutsche Nationalkulturstätte die das Gefühls- und Gedankenleben eines richtig guten Deutschen manifestieren sollte. Buchenwald ist im Gegensatz dazu ein raues Stück neudeutscher Gefühlsentfaltung. Die sentimental gehütete Museumskultur und dem hemmungslos-brutalen Machtwillen stellen eine neue typische Verbindung zwischen Weimar und Buchenwald da. Deutschland sei ja schließlich Alles, nur nicht schwach.
In den Anfangszeiten existierte kurzzeitig eine Distanzierung der Kaufleute und Gewerbe, bis bemerkt wurde das eine positive Verbindung zum Konzentrationslager in staatlichen Augen immer gut aufgenommen wurde. Es entstanden schnell viele neue Kontakte zwischen Weimar und dem KZ, gerade dadurch da Weimar eine große Rolle nach der Nationalsozialistischen Herrschaft übernahm, als Sitz der Landesadministration der NSDAP-Gauleitung und dem Reichsstadthalter.
Eine Verbindung Weimars zum Konzentrationslager Buchenwald zeigt sich auch schon kurz nach dem Bau, in der Zeit existierten im KZ noch keine Verbrennungsöfen für die Toten. So wurden die Leichen nach Weimar gebracht und dort eingeäschert. Dort verstößt Weimar (mit Buchenwald gemeinsam) ständig gegen seine eigenen Gesetze, die zum Beispiel besagen das für die Einäscherung eines toten Menschen die Einverständniserklärung eines Angehörigen existieren muss. Das einäschern ihrer toten Genossen mussten Selbstverständlich auch schon in Weimar Gefangene übernehmen. Dadurch, dass die Häftlinge einen solch starken Kontakt zur Stadt hatten, endete die Grenze des Konzentrationslagers nicht auf dem Ettersberg, sondern inmitten der Stadt Weimar, worüber nicht viele Bürger erfreut waren.
Zum Beispiel das Weimarer Krankenhaus wurde auch von leicht verletzten Häftlingen benutzt und 1939 wurde eine öffentliche Busfahrtlinie nach Buchenwald eingebaut.

Ich denke damit können wir ein Fazit ziehen ob die Weimarer Bürger denn wirklich nichts vom KZ gewusst haben sollten. Augenzeugen berichten das schon beim Bau sich die Bürger beschwert hatten und nicht gerade erfreut waren, aber wie kann man nicht erfreut sein wenn man eigentlich gar nichts davon wusste. In meinem Text wird belegt, wenn man den Quellen, also den Augenzeugen glaubt, dass es unmöglich war auch nur annähernd nicht mitzukriegen das irgendetwas sonderbares beziehungsweise sogar grausames und unmenschliches vorgeht. Man kann doch aber verstehen das gerade Mütter und Väter von Familien lieber den Mund halten und nicht aufbegehren ganz einfach um sich und die Kinder zu schützen. Allerdings bin ich der Überzeugung das es plausibel wäre, wenn möglichst viele Weimarer Menschen aktiven Widerstand betrieben hätten eine Veränderung, vielleicht sogar gar ein Sturz der Nationalsozialisten möglich gewesen wäre. Allerdings ist dies nicht leicht zu organisieren, die Gestapo war schließlich „überall“ und es hab mehr als Genug Bürger die dem antisemitischen und rassistischen System treu waren und so auch ihre engsten Freunde und Verwanden verraten hätten.

Titellos

Von überall hört man es klagen,
es spricht das neue Unbehagen.
Als wolle es hier jedem sagen,
man soll das Leben nicht versagen.

Der Duft der Blüten weht umher,
das Atmen fällt der Luft schon schwer.
Ein kleines Boot übers tote Meer,
bis auf ein Bierfass völlig leer.

Ein Fenster leuchtet in die Nacht,
wer hat den Blick der Krone gebracht?
Schauernd, scheuchend, sich verlierend,
seine Hände mit Blut beschmierend.

Nun rennt der Seemann der Flagge vor ran,
das Buk, das Heck im schweren Seegang.
Steinig ist der Weg und lang,
doch jeder Schritt ist ins Feld gebrannt.

Was wolle denn nun der heilige Mönch,
wolle er die Tür verriegeln?
Ich meine doch der Rahmen geht schwer,
niemand könnte über die Strenge versiegeln.

Man wolle doch nur Nachhaltigkeit,
doch wer strafe die Einsamkeit?
Sicher nicht des Todesmut,
machte doch schon jeden Gedanken tot.

Man Frage sich,
wie fällt die Sichel hier ins Feld?
Wer ist der Dämon,
wer ist der Held?

Ein Blick zur Sonne verrät dein Glück,
war sie doch mit Licht bestückt.
Kaum die Finsternis die Erde betagt,
erklärt sich die Menschheit schon für verrückt.

Doch was den Zustand anbelangt,
würde ich so gerne sagen,
wäre ich nicht schon völlig krank,
dieser Schritt ist jetzt zu wagen.

Doch kaum ist das Wort schon ausgesprochen.
Hat es schon den Nächsten betört,
hat jeden Willen nun gebrochen,
Hat die Klarheit mit Unsinn gestört.

Ist die Vermutung nun völlig klar?
Ohne zu lügen,
bleibt mein letztes Wort:
JA!




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