Archiv für April 2011

Titellos

Von überall hört man es klagen,
es spricht das neue Unbehagen.
Als wolle es hier jedem sagen,
man soll das Leben nicht versagen.

Der Duft der Blüten weht umher,
das Atmen fällt der Luft schon schwer.
Ein kleines Boot übers tote Meer,
bis auf ein Bierfass völlig leer.

Ein Fenster leuchtet in die Nacht,
wer hat den Blick der Krone gebracht?
Schauernd, scheuchend, sich verlierend,
seine Hände mit Blut beschmierend.

Nun rennt der Seemann der Flagge vor ran,
das Buk, das Heck im schweren Seegang.
Steinig ist der Weg und lang,
doch jeder Schritt ist ins Feld gebrannt.

Was wolle denn nun der heilige Mönch,
wolle er die Tür verriegeln?
Ich meine doch der Rahmen geht schwer,
niemand könnte über die Strenge versiegeln.

Man wolle doch nur Nachhaltigkeit,
doch wer strafe die Einsamkeit?
Sicher nicht des Todesmut,
machte doch schon jeden Gedanken tot.

Man Frage sich,
wie fällt die Sichel hier ins Feld?
Wer ist der Dämon,
wer ist der Held?

Ein Blick zur Sonne verrät dein Glück,
war sie doch mit Licht bestückt.
Kaum die Finsternis die Erde betagt,
erklärt sich die Menschheit schon für verrückt.

Doch was den Zustand anbelangt,
würde ich so gerne sagen,
wäre ich nicht schon völlig krank,
dieser Schritt ist jetzt zu wagen.

Doch kaum ist das Wort schon ausgesprochen.
Hat es schon den Nächsten betört,
hat jeden Willen nun gebrochen,
Hat die Klarheit mit Unsinn gestört.

Ist die Vermutung nun völlig klar?
Ohne zu lügen,
bleibt mein letztes Wort:
JA!

Traumtanz

Dieser Träumer drüben auf der Lichtung,
wagt in voller Enthüllung,
im Schein des Mondes einen Heldentanz.
Hin und her bewegt er sich,
zaubert in das Ozon,
einen Fremdkörper umrissen von hellen Glanz.

Dieser Träumer auf den Häuserdach,
hat in voller Enthüllung,
das Temperament der Frische schon entfacht,
als glaube er,
dass dieses Streichholz die Welt entzündet.

Dieser Träumer in den tiefsten Tiefen des Atlantiks,
wollte in voller Enthüllung,
die höchsten Höhen bald erklimmen,
doch sollte, es war schon vorbestimmt,
der Erfolg durch seine Finger rinnen.

Doch dieser Träumer an diesem Ort,
hat sich heute voll Enthüllt,
sprach aus vollem Munde dieses Wort,
was die Lichtung mit Licht erfüllt,
das Häuserdach in Rot erstrahlt
und das tiefst Tief mit Luft bemalt.

Dieser Träumer in unsrer Stadt,
schon überall gewesen,
doch egal an welchem Ort,
wurde er des Bleibens satt.

Dieser Träumer keinen festen Raum,
wandert und wandert wenn auch gefesselt,
wenigstens im hellsten Traum.

Kritik an „Sozialismus und Freiheit“ Teil I

Da zu einer politischen Agitation die Aufdeckung der Unwahrheiten jener, die sich gegen den politischen Kampf des vereinten Proletariats erwehren, eine wissenschaftliche Kritik an den Aussagen dieser Reaktion gehört, setzt ich es mir zur Aufgabe, die Frage Bakunin neu aufzuwerfen. Bevor ich harsche Kritik an jenem Aufbau bekomme, nehme ich vorweg, dass dieses Heft in Abschnitte unterteilt ist, welche ich chronologisch Abarbeiten werde. So fällt es unglaublich schwer aus dem Gesamtkontext die Relationen darzustellen. Nachzulesen ist auf folgender Website, wo das komplette Werk veröffentlicht ist.

http://ur.dadaweb.de/Virtuelle%20Bibliothek/anarchistische
%20texte%20reloaded/at_01_Bakunin_Freiheit_und_Sozialismus.pdf

„Sozialismus und Freiheit“

Abschnitt 1: „Freiheit für alle“

    „Wir sind überzeugt, daß Freiheit ohne Sozialismus Privilegienwirtschaft und Ungerechtigkeit, und Sozialismus ohne Freiheit Sklaverei und Brutalität bedeutet.“

Es stimmt schon einmal überaus freudig, das Bakunin erkannte, das eine plötzliche Erlangung der persönlichen Freiheit (die restlose) nichts besonderes an den Umständen ändern würde, ausser die Verstärkung der Gewalt der Bourgeoisie. Ohne gesetzliche Regelungen, die, auch wenn selbst von der bürgerlichen Ideologie konstruiert, als nur in ihrem Sinne, die Rechte der Proletarier auf einen „vernünftigen“ Standard ihres Lebens führen, würde die Ausbeutung der proletarischen Arbeit sich bis ins Unermessliche steigern. Oder aber wir leben in der Nichtorganisation und lassen uns von pöbelnden Punks, die zwar kein Hirn haben aber dafür die dickeren Oberarme, zum Bier Holen verdammen.

Viel trauriger ist allerdings seine zweite Erkenntnis. Natürlich geht keine erfolgreiche Zerschlagung des Kapitals und die vernünftige Planung der Produktion nicht ohne die Einbuße der persönlichen Freiheit. Wie sollte man auch sonst auf einen konsequenten Nenner kommen, wenn jeder machen würde was er will. Die Aufspaltung der Linie durch die persönlichen Bedürftnisse bedeuten die Schwächung der revolutionären Kraft. Wie Bakunin darauf kommt, dass die Eindämmung der Reaktion, notwendigerweise mit Gewaltmaßnahmen, Brutalität bedeute, und die Arbeit für die Interessen der Arbeiter, notfalls durch Zwang errungen, Sklaverei, erscheint durchaus merkwürdig und fatal. Bezeichnend für die Kurzsichtigkeit anarchistischer Erkenntnisse.

Abschnitt 2: „Die Polemik zwischen Anarchisten und Marxisten über die Idee des Staates“

In diesem Abschnitt pflegt Bakunin der Behauptung, dass nicht nur die sozialistische Herrschaft der Kommunistischen Partei oder anderer Organisation in diesem Sinne, die Macht zur Veränderung nutzt zu ihrem eigenen Interesse, also dem Herrschaftserhalt und dessen Zuspitzung, in seinen Worten

    „(…) Keine Diktatur – selbstverständlich die ihre (die der Marxisten) – könne zur Entstehung eines Volkswillens führen (…)“,

sondern dass die Marxisten mit den bürgerlichen Verhältnissen Hand in Hand gehen werden:

    „(…) weist die entgegengesetzte Theorie des Staatskommunismus (!) und der wissenschaftlichen Autorität ihre Anhänger unter dem Vorwand taktischer politischer Notwendigkeiten auf den Weg endloser Kompromisse mit Regierungen und politischen Parteien und verstrick sie in Machenschaften mit diesen, d.h. Sie drängt sie auf den Weg unleugbarer Reaktion“.

Den Weg der Reaktion kann man wohl doch leugnen, wenn man daran denke das jegliche Politik im Sinne der bürgerlichen Ideologie durch Stalin konsequent zurückgedrängt wurde, also die Speerspitze vom Dreck gesäubert. Nun ist doch die Kommunistische Partei das Sprachrohr der jeniger, die bislang noch keine Stimme besaßen. Das Proletariat, das Maximal mit bürgerlich-sozialdemokratischer Groschenpolitik befriedigt wird, das Bauerntum, das sich Tag für Tag mit der Gewinnmaximierung der Großkapitalisten quälen muss. Die Partei ist eine Reihe von Intellektuellen, von Technokraten, die das ahnungslose Proletariat, die zwar von ihren Interessen wissen, sie aber nicht vollkommen äußern können, die die Masse mobilisiert, zum Kampf rüstet und die Theoretische und Praktische Vorgehensweise gibt, auf dem Weg der wenigsten Opfer und verheerendsten Schaden für die Bourgeoisie. Da sie die Interessen der Arbeiter, also die sozialistischen Vertritt, die auf keinen Fall mit den bürgerlichen Interessen vereinbar sind, also die komplette Gegensätzlichkeit, kann diese Speerspitze auch nicht Hand in Hand mit der Reaktion gehen. Das Bakunin der Speerspitze als die Reaktion unterstellt, ist vollkommen sinnentleert.

    „Nach der Theorie jedoch soll das Volk den Staat nicht zerstören, sondern stärken und ihn in die Hände seiner Wohltäter (…) legen“

Richtig erkannt Bakunin, der Staat soll in die Hände der marxistischen Wohltat gelegt werden. Allerdings wird der Staat zerstört, die Oktoberrevolution 1917 hat es bewiesen, bevor der neue geschaffen wird. Hier muss die Grenze zwischen bürgerlichen und sozialistischem Staat gezogen werden, wo die Sozialistische Revolution VORHER den bürgerlichen Staat stürzen muss, um auf den Trümmern der alten Gesellschaft die neue Auferstehen kann. Hier kämpft wohl jemand gegen Windmühlen, was?

Gestutzte Eiche – Hermann Hesse

Wie haben sie dich, Baum, verschnitten
Wie stehst du fremd und sonderbar!
Wie hast du hundertmal gelitten,
Bis nichts in dir als Trotz und Wille war!
Ich bin wie du, mit dem verschnittnen,
Gequälten Leben brach ich nicht
Und tauche täglich aus durchlittnen
Roheiten neu die Stirn ins Licht.
Was in mir weich und zart gewesen,
Hat mir die Welt zu Tod gehöhnt,
Doch unzerstörbar ist mein Wesen,
Ich bin zufrieden, bin versöhnt,
Geduldig neue Blätter treib ich
Aus Ästen hundertmal zerspellt,
Und allem Weh zu Trotze bleib ich
Verliebt in die verrückte Welt.

Juli 1919

Salut dem Grenzschutz

Auf der Mauer auf der Lauer liegt ein Grenzsoldat,
er wehrt mit Heldenmut die Gefahren ab,
schau doch mal den kühnen Mann,
wie er so gut Zielen kann,
auf der Mauer auf der Lauer liegt ein Grenzsoldat.

Ode an die Linie

Die wahrheitsliebende Fortbewegung,
ergoss sich schon damals in voller Erregung,
über all die Kontinente
Unterdrücker des Volkes.

Wie ein Schwall die Revolution
fegte im Oktober das Unrecht davon,
eine Freude, dass der Zar durch den Menschen erlag,
feiern wir die Würde an diesem glorreichen Tag.

Aus diesen Trümmern der Barbarei,
ersteht aus dem Rauch die starke Partei,
und nicht das nun eine neue Barbarei gesiegt,
Lenin schon schnell das Recht niederschrieb.

Die glorreiche Partei der Arbeiterschaft,
vereinigt so bald das ganze Land,
sodass Mensch wieder Mensch,
das Tier wieder Tier,
die neu erbaute Welt,
des neuen Menschen das Band.

Nach dem Erliegen der Führungsperson,
Griffen böse Mächte in seinem Namen schon,
nach der ruhmreichen Frontposition.

Aber niemand anders als Lenins wahre Kameraden,
wie der größte Held Stalin würde die Freiheit in jeden Landstrich tragen,
denn erst nach der Vernichtung der Reaktion,
gehe es auf zur Revolution.

Was sonst als die Linie könnte unsere Kraft,
bündeln unter dem Banner der sozialistischen Macht,
und verteidigen gegen die Absichten der Bourgeoisie,
ohne die Linie schaffen wirs nie!

Realsatire „Undercover Boss“ und seine klebrigen Schmierfinger.

Kaum hat sich das Internationale Proletariat wieder etwas Selbstbewusstsein geschafften, wie man in den gewaltvollen Generalstreiks Griechenlands sieht, entwickelt die deutsche Bourgeoisie ein an Blödheit kaum zu übertreffendes Format, um den Arbeiter schon einmal präventiv im Zaum zu halten. Wie nicht anders zu erwarten ist natürlich der Bourgeoise Sender für das Proletariat „RTL“ dafür verantwortlich, niedriges Niveau und verfälschte Informationen um den anstrengenden Arbeitstag in einem Meer von Hirnlosigkeit zu ertränken. Sendungen wie „Mitten im Leben“ oder „Familie im Brennpunkt“ decken schon mal die Projektionsfläche für die Freizeit ab, in der sich der Arbeiter mit „Schicksalsschlägen“ und unkontrollierbaren Kindern herumschlägt. Da die Arbeiter doch ganz genau wissen, das solche Probleme durch den stressigen Arbeitsalltag nur noch größer werden, geschweige denn gar erst dadurch entstehen, muss genau dieser wieder in das richtige Licht gerückt werden. Subjektive Schicksale, durch die Medien propagiert ergeben in ihrer Summe dann schließlich das Objekt, den durchschnittlichen Arbeiter, noch nicht ganz wissend, ob ihre Stellung in diesem ganzen System jetzt gut oder schlecht ist. Der Chef ist kein ja auch herzloser Ausbeuter, ihm liegt natürlich etwas an dem Arbeiter, und so muss er ja auch mal wissen wie das ist, einen Job mit starker körperlicher Betätigung und einem kleinen Lohn zu bewerkstelligen.

In „Undercover Boss“ tut Herr Bourgeoise genau das. Und das jeden Montag um Viertel nach Neun, eine unglaubliche Bespaßung für jeden Kommunisten, sogar eine ganze Stunde lang. Ein Leiter eines riesigen Konzerns, ich verwende nun das Beispiel vom 04.04.11, in dem Fall Marcus Smola von der Hotelkette „Best Western“ in Deutschland. Schon mit der Einleitung in das Geschehen fängt der Spaß an:

    Sie stehen an der Spitze deutscher Grossunternehmen. Umsatzzahlen, Preiskampf und Konkurrenzdruck sind ihre Themen, Vorstandssitzungen und strategische Entscheidungen ihr tägliches Geschäft. Doch viele Bosse verlieren mitunter den Kontakt zu ihren Mitarbeitern und der alltäglichen Arbeit im Unternehmen. Die Folge: Sie treffen Entscheidungen, ohne die Praxis wirklich zu kennen. In ‚Undercover Boss‘ gehen Führungskräfte einen ungewöhnlichen Weg. Sie arbeiten Undercover im eigenen Unternehmen, um sich ein genaues Bild von der Arbeit an der Basis zu verschaffen. Eine Woche lang verlassen sie ihr Büro und übernehmen jeden Tag einen anderen Job im Unternehmen und werden dabei von den eigenen Angestellten angelernt, die nicht ahnen, wen sie vor sich haben. In der heutigen Folge wird der Geschäftsführer der Best Western Hotels, Marcus Smola, sein Büro gegen das Alltagsgeschäft eintauschen. Marcus Smola ist als Deutschland-Chef verantwortlich für über 5.000 Mitarbeiter. Der 44-Jährige will sich im ‚Undercover Boss‘-Experiment ein Bild von der alltäglichen Arbeit an der Basis machen.Marcus Smola erwartet die harte Realität: Toiletten schrubben statt Bilanzen lesen, Betten machen statt Verhandlungsrunden führen. Mit der Behauptung, von einem Fernsehteam bei der Jobsuche begleitet zu werden, hat sich Marcus Smola Undercover in die unterschiedlichsten Bereiche des Hotelbetriebs eingeschleust. Welche Erkenntnisse wird er dabei gewinnen?

Eine unglaubliche Umstandsanalyse, die das Niveau von RTL nicht nur erahnen lässt. Hier wird die fehlende Praxiserfahrung in der geleisteten Arbeit doch tatsächlich mit der fehlenden Praxiserfahrungen der Arbeiten begründet. Aber kommen wir zu dem Inhalt:
Nach einem Umstyling, man sei ja schließlich Undercover, schleust sich der Ausbeuter in die Arbeitstage als helfende Hand der Arbeiter ein. Diese wissen natürlich nichts davon. So fällt ihm natürlich auf, das die Arbeit ganz schön anstrengend ist, er gerät gar ins schwitzen, und dies schon nach dem ersten Arbeitstag (als Zimmermädchen), wo doch der geübte Arbeiter nur 1/3 so viel Arbeitszeit benötigt und sich nicht beschwert. Herr Smola fängt an die Arbeiter als Menschen zu respektieren. Zu allen 5 Tagen erfährt er von Arbeitsverletzungen, Schicksalen und Gebrechen der Proletarier. Er wird herumgeschickt, gerät in Hektik oder wird scharf für seine Arbeitseinstellung kritisiert. Offen überlegt der Boss, wie sich diese Umstände verbessern ließen und findet Bewunderung für diese Menschen, die Alles für die Arbeit geben, also Alles für ihn, mit Aussprüchen „Ich liebe meine Arbeit wirklich“, die gleich mehrfach wiederholt werden. Zur Verabschiedung gibt es immer eine rührende Umarmung. Nach diesen 5 Tagen wird er Bart abrasiert, die teure Brille wieder aufgesetzt und das Smartphone zurück in die Hemdtasche gesteckt. Auch die rosa Krawatte sitzt wieder richtig. Die Arbeiter werden ohne zu wissen was vor sich geht in teuren Wagen in die Zentrale gefahren, wo sie auf die Enthüllung des Bosses warten. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht bekunden die Arbeiter, das sie sich auch nicht ausspioniert fühlen. Sie befürworten das Projekt sogar, „es ist auch mal ganz gut wenn die Oben sich mal auf die Basisjobs herab begeben“. Um ihr Leben etwas etwas einfacher zu machen bekommt die schon etwas in die Jahre gekommene Zimmerfrau eine Lohnerhöhung von 200 Euro, der Studentin, die im Hotel nur Nebenberuflich arbeitet, kriegt ihre Studiengebühren bezahlt, der Frau, die sich mit der Hygienelösung des Schwimmbads den Arm verätzte, wird nun ein Abfüllautomat für die Flüssigkeit und weitere kleinere Arbeitsverbesserungen zur Verfügung gestellt, der Hausmeister bekommt endlich seinen Urlaub, auch der kritische Koch wird belohnt. Ein Glück das Smola das nur für 5 seiner 5000 Angestellten bezahlen muss, Pech für die, die nicht vor der Kamera stehen durften. Dem Proletariat wird eingetrichtert, das es ja doch noch die Chance gibt, ein etwas besseres Leben zu führen, vielleicht kriegst du ja auch mal eine solche Chance. Statt nicht Gesundheit schädliche Arbeitsbedingungen als ein mindest Standart anzusehen, sind diese eher eine Art Lottogewinn. Aber damit gibt sich der erdrückte Arbeiter schon zufrieden, machen könne man ja trotzdem nichts. Dass die Bourgeoisie diese Art der Propaganda notwendig hat, zeigt deren Unsicherheit. Sie sollen ja schließlich nicht das Bild vom Ausbeuter und Vernichter des Ersparten abgeben, sondern des jungen, agilen, sympathischen Väterchens, immer bedacht auf die Sorgen seiner Untergebenen. Diese Art von Hirnabschaltung scheint aber anzuschlagen, die Quoten sehen gut aus wie RTL, wie immer. Fest steht das die Arbeiterschaft sich damit nicht abspeisen lassen sollte, sich nicht um den Finger wickeln, sondern sich endlich nehmen sollte was sich gehört, nämlich die Herrschaft über sein eigenes Schicksal. Die Zeit der schmierigsten Propaganda ist die Zeit der größten Unsicherheit der Propagandisten!

Antideutsche vergiften im Park

Es wäre doch so einfach, man nähme ein beliebiges Gift, Arsen oder Cyan-Kali beispielsweise, streue es in eine Büchse Red Bull oder vermische es in billigem Koks, lege es unter die nächste Parkbank und schon hätte sich, ich hoffe doch, das Problem bald erledigt. Eine Welt ohne antideutsche Kritik, bei der es ja egal ist welche, Hauptsache es ist eine, ohne Ecstasy abhängige Studenten mit stets einem Adorno Zitat auf den Lippen, ohne ständige Sexismusdebatten und Prolligkeitsvorwürfe. Ach was wäre es nur für eine Befreiung, die Vorstufe des Sozialismus vielleicht. Zwar nicht den Antideutschen, aber einer wohl gleich hirnlosen Spezies widmete sich Georg Kreisler, hervorragender Poet, in „Taubenvergiften im Park“.

April, April, die Welt steht still.

Wenn ich an Deutschland denke,
zum 1. April,
vermute ich das hier jemand scherzen will.

Die moderne Unterschicht,
die leider nicht mit Herrschaft Bricht,
stets im Zaum mit Millionengewinn,
vielleicht hab ichs nach 50 Jahren wieder drin.

Mein helles Lachen erschüttert die Welt,
eine Wertung die nach ihren Maß entfällt,
und kaum voller Missgunst die Sichel gepackt,
hat man mich schon an der Ecke geschnappt.

Ein einsamer Poet hinter Gittern,
in Mitten von ignoranter Sitte,
fressend ihren versalzenen Brei,
wenn schon mit mir,
ists auch mit Deutschland bald vorbei.

Denn merkt euch da oben,
mit verleugnender Farce,
kenne wir keinen Spaß,
so wartet doch nur ab,
nehmt ihr uns die Würde ab,
machen wir die City platt!




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