Titellos

Von überall hört man es klagen,
es spricht das neue Unbehagen.
Als wolle es hier jedem sagen,
man soll das Leben nicht versagen.

Der Duft der Blüten weht umher,
das Atmen fällt der Luft schon schwer.
Ein kleines Boot übers tote Meer,
bis auf ein Bierfass völlig leer.

Ein Fenster leuchtet in die Nacht,
wer hat den Blick der Krone gebracht?
Schauernd, scheuchend, sich verlierend,
seine Hände mit Blut beschmierend.

Nun rennt der Seemann der Flagge vor ran,
das Buk, das Heck im schweren Seegang.
Steinig ist der Weg und lang,
doch jeder Schritt ist ins Feld gebrannt.

Was wolle denn nun der heilige Mönch,
wolle er die Tür verriegeln?
Ich meine doch der Rahmen geht schwer,
niemand könnte über die Strenge versiegeln.

Man wolle doch nur Nachhaltigkeit,
doch wer strafe die Einsamkeit?
Sicher nicht des Todesmut,
machte doch schon jeden Gedanken tot.

Man Frage sich,
wie fällt die Sichel hier ins Feld?
Wer ist der Dämon,
wer ist der Held?

Ein Blick zur Sonne verrät dein Glück,
war sie doch mit Licht bestückt.
Kaum die Finsternis die Erde betagt,
erklärt sich die Menschheit schon für verrückt.

Doch was den Zustand anbelangt,
würde ich so gerne sagen,
wäre ich nicht schon völlig krank,
dieser Schritt ist jetzt zu wagen.

Doch kaum ist das Wort schon ausgesprochen.
Hat es schon den Nächsten betört,
hat jeden Willen nun gebrochen,
Hat die Klarheit mit Unsinn gestört.

Ist die Vermutung nun völlig klar?
Ohne zu lügen,
bleibt mein letztes Wort:
JA!

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