Archiv für Mai 2011

Kommentar zu Überwachung und Repression in China

Zu erst einmal ein kleines Wort von mir.

    „Nachdem die Feinde, die mit Gewehren
    bewaffnet waren, vernichtet worden sind,
    wird es immer noch Feinde ohne Gewehre
    geben, die uns bestimmt bis aufs äußerste
    bekämpfen werden, und wir dürfen diese
    Feinde keinesfalls leichtnehmen. Wenn wir
    jetzt diese Frage nicht so aufwerfen und begreifen,
    werden wir äußerst schwere Fehler
    begehen.“
    (Worte des Vorsitzenden Mao Tsetung)

Nach dem die Partei revisionistisch wurde, die chinesischen Gorbatschows und Chruschtschows es endgültig schafften die Revolution im Keim zu ersticken, die Revolution, die eine war, da sie vom Volke aus ging und nur deshalb im Interesse des Volkes sein konnte, wer sollte auch, ausser aus Selbstironie, gegen sich selbst arbeiten, fahren diese Revisionisten eine immer extremere Schiene der Volksunterdrückung zum Zwecke des Erhaltes der Bourgeoisie. Die Gewinner der gesellschaftlichen Produktion werden nicht mehr dem Volk überführt, sondern in die Bourgeoisie gegeben. Das gesellschaftliche Interesse wurde von „Sozialisten“ in ein Bürgerliches umgeschlagen und als Gesellschaftliches getarnt. Wie soll das nur weiter gehen? Die Imperialisten übernehmen den gesamten Kontinent und die einzige Weltmacht, nach dem Fall der der großen sowjetischen Heimat , die noch das Potenzial hat durch innerparteiliche Reformen und auf-der-marxistisch-leninistischen-Linie-bleiben doch noch einen progressiven Kurs zu fahren, zieht mit und rutscht weiter und weiter ins Elend ab. Die Werkstätte und Quasihure des Imperialismus. Ich gestehe mir selber den Fehler ein, dass ich die Aufgaben wohl damals den falschen Leuten anvertraute, aber ich tat das bestmögliche was ich tun konnte. Und mehr als dem Volke einen Denkansatz zu geben kann ich nun auch nicht tun, und man muss mir zugestehen, das der Kampf gegen Peng Chen und Canaillen effektiv war. Doch solche Leute sitzen heute doch wieder im Zentralkomitee und den Kadern. Kind, oh du mein Zögling, der Aufgehe in der höchsten Sonne und über alle Welt dich öffne und erbringe, wie konntest du dich nur von dem Ticken des Zyklus verstecken lassen? Oh du mein Kind, nein euer Kind, nein unser Kind, wann wirst du die Menschheit erwärmen?

Mit freundlichen Grüßen aus dem Jenseits
Mao Tsetung

Von der Beziehung der Bevölkerung Weimars zum KZ Buchenwald

Die unermesslichen Verbrechen die im KZ Buchenwald geschahen sind für nichts in der Welt wieder auszugleichen. Schätzungsweise über 250.000 Menschen waren in der Zeitspanne der Eröffnung am 15. Juli 1937 und der Befreiung durch die Amerikaner am 11. April 1945 inhaftiert.
In dieser Zeit kamen ebenso nach Schätzungen 50.000 Menschen ums Leben, allerdings registriert durch die SS wurden nur 34.000 Tote.
Man mag sich Fragen warum 7 km von Weimar entfernt zehntausende von Menschen misshandelt und ermordet werden konnten ohne das die Bevölkerung eingriff. Von einem vernünftigen Menschen wäre zu erwarten das er dieses Treiben nicht still affirmiert.
Nach der Befreiung des KZ Buchenwalds durch die US-Army waren 1000 Bürger gezwungen sich die Auswüchse eines kaputten Systems an zu schauen, dabei behauptete die Mehrheit der Bürger nichts davon gewusst zu haben. Dies gilt es zu erst einmal zu widerlegen.
Vorweg gesagt wurden die Häftlinge, die mit dem Zug am Weimarer Hauptbahnhof hielten, begleitet von einem riesigen SS Aufgebot, gerade zu Anfangszeiten, zu Fuß ins KZ getrieben. Das dies unübersehbar ist, kann nicht bestritten werden zumal die Hauptstraße genutzt wurde. Die 20-25 Menschen die auf diesem Weg meistens starben, wurden in den Straßengraben geworfen. Doch antworteten viele Bürger sinngemäß, dass eigentlich niemand etwas mitbekam, da die Nationalsozialisten die Vorgänge in dem Konzentrationslager in Buchenwald von der Öffentlichkeit fernhalten wollten, dies sei ihnen auch angeblich sehr gut gelungen. Der damalige Bürgermeister Kloss beschrieb, dass die größte Angst nicht bei der Belagerung Weimars durch die Amerikaner lag sondern bei der möglichen Rache der KZ Häftlinge wenn sie nur befreit werden würden, denn der Bevölkerung war bewusst, dass die SS wohl in einem endgültigen Moment fliehen würde. Nach einer Befreiung wäre die Flucht nach Weimar lebensnotwendig gewesen, schließlich waren Nahrungs- und Verpflegungsressourcen in der Stadt vorhanden. Allerdings würde es bei so riesigen, verständlich panischen Menschenmassen zu Brutalitäten kommen, da die Ressourcen auch nicht für alle ausreichten. Weimar bewohnten in dieser Zeitspanne 60.000 Menschen, in Buchenwald wurden bis zu 100.000 Menschen auf einmal „gehalten“, was alles über die Situation einer solchen „Häftlingsinvasion“ aussagen sollte. Für viele Anwohner war es auch schon sicher das sie fliehen werden falls die Häftlinge ausbrechen sollten. Daraus kann man nur schließen das mindestens 95% Bescheid wussten was vorgeht, vielleicht nicht in welchem Ausmaß, aber das etwas unmenschliches „dort oben“ geschieht war klar. Es spricht allerdings für die Annahme, dass sie nur nicht wussten welches Ausmaß diese Tortur annahm, dass sie auf Gewalttaten spekulierten was aber in dem physischen und psychischen Zustand der Häftlinge nicht möglich gewesen wäre. Einzig der absolute Zusammenbruch der Versorgung wäre sehr wahrscheinlich wenn alle verletzten, hungernden und kranken Menschen wäre geholfen worden. Bürgermeister Kloss meinte auch das dem Volk genug durchgesickert sei, so viele Juden und Polen seien gestorben, der Tod könnte nicht auf natürliche Art und Weise eingetreten sein. Es gab ebenfalls Häftlinge die nach einiger Zeit Haft wieder frei gelassen wurden, aber aus Schock und Druck durch die SS schwiegen. Aber auch Aufseher, generell beteiligte SS-Männer redeten über die Quälereien im Konzentrationslager. Viele Bürger hielten diese Erzählungen allerdings für unglaubhaft denn so etwas schreckliches sei ja schließlich keinen Menschen zumutbar. Eine Zeitzeugin berichtet, dass die meisten Anwohner lange davon wussten, davon, dass die Häftlinge auf dem Bahnhof in gestreifter Kleidung gesehen wurden und in Ausnahmefällen wurden Inhaftierte in dieser Kleidung auch am Stadtrand zum arbeiten gezwungen.
Menschen die dieses Vorgehen auch nicht gutheißen konnten hatten allerdings Angst nur ein Wort darüber zu sagen, denn Buchenwald und der Tod seien ja nicht weit entfernt.
Jeder Bürger stand selbst mit einem Bein in Buchenwald und es war nicht schwer dort zu landen.
Das Konzentrationslager Buchenwald wurde offensichtlich in den Regionalverwaltungsdokumenten in den Stadtkreis Weimar eingegliedert das heißt das sich eine Stadtpolitik auch in Bezug auf Buchenwald offensichtlich oder nicht bezogen haben muss. Ein logischer Schluss einer Existenz dieses Konzentrationslagers war so gut wie unumgänglich.
Außerdem entstanden durch eine schlechte Abwasserregelung, das Abwasser Buchenwalds floss auch durch Weimar, bei einigen Menschen im Weimarer Umkreis Typhusinfektionen.
Ein Konflikt zwischen Weimar und dem Konzentrationslager wurde recht offen ausgetragen. Nicht viel später durften Weimarer Spezialisten die Wassertechniken in Buchenwald überprüfen. Ebenfalls der Bau der Buchenwaldbahn entfachte einen Streit der beiden Parteien da eine Waldrodung ökonomisch wie auch ökologisch für Weimar nachteilig war.
Schon kurz nach der Gründung interessierten sich auch größere Firmen für eine Mitmischung im KZ beziehungsweise eine Anteilnahme an Häftlingen die dann für einen äußerst geringen Bezahlungssatz an das Konzentrationslager für die Firmen arbeiteten.
Die Versorgung der Gefangenen ging trotzdem immer über Buchenwald, es dürfe ihnen ja schließlich nicht zu gut gehen. Diese wurden sehr oft im Baugewerbe eingesetzt, die Mietung eines Inhaftierten war auch sehr profitabel und da viele Firmen dieses Angebot nutzten auch fast unumgänglich, wo jeder Bürger den gemieteten Arbeitern bei ihrer Tätigkeit zuschauen konnten und auch ihren Zustand sehen konnten, es musste für jeden ausgeschlossen sein das dieser auf natürlichen Wege eingetreten sei.
Die Bürger Weimars hatten zur Zeit des Nationalsozialismus ein kulturelles Selbstverständnis gerade da zum Beispiel Goethe und Schiller in Weimar ihre Wirkungsstätte sahen. Die Stadt war von einem „gesundem“ Mittelstand geprägt. Weimar war auch ein politisches Zentrum schließlich tagte hier die Nationalversammlung.
Es wurde von der Weimarer Stadtverwaltung die Austragung verschiedener agitatorischer Züge und Feste der NSDAP genehmigt auch schon vor deren Wahl, so dass die Nationalsozialisten sich in Weimar verankerten und sich von dort aus nach Berlin kämpften.
Ein ehemaliger KZ-Häftling meinte das in der Errichtung der Konzentrationslagers „in“ Weimar ein rein symbolischer Akt stecke. Weimar war damals schon eine deutsche Nationalkulturstätte die das Gefühls- und Gedankenleben eines richtig guten Deutschen manifestieren sollte. Buchenwald ist im Gegensatz dazu ein raues Stück neudeutscher Gefühlsentfaltung. Die sentimental gehütete Museumskultur und dem hemmungslos-brutalen Machtwillen stellen eine neue typische Verbindung zwischen Weimar und Buchenwald da. Deutschland sei ja schließlich Alles, nur nicht schwach.
In den Anfangszeiten existierte kurzzeitig eine Distanzierung der Kaufleute und Gewerbe, bis bemerkt wurde das eine positive Verbindung zum Konzentrationslager in staatlichen Augen immer gut aufgenommen wurde. Es entstanden schnell viele neue Kontakte zwischen Weimar und dem KZ, gerade dadurch da Weimar eine große Rolle nach der Nationalsozialistischen Herrschaft übernahm, als Sitz der Landesadministration der NSDAP-Gauleitung und dem Reichsstadthalter.
Eine Verbindung Weimars zum Konzentrationslager Buchenwald zeigt sich auch schon kurz nach dem Bau, in der Zeit existierten im KZ noch keine Verbrennungsöfen für die Toten. So wurden die Leichen nach Weimar gebracht und dort eingeäschert. Dort verstößt Weimar (mit Buchenwald gemeinsam) ständig gegen seine eigenen Gesetze, die zum Beispiel besagen das für die Einäscherung eines toten Menschen die Einverständniserklärung eines Angehörigen existieren muss. Das einäschern ihrer toten Genossen mussten Selbstverständlich auch schon in Weimar Gefangene übernehmen. Dadurch, dass die Häftlinge einen solch starken Kontakt zur Stadt hatten, endete die Grenze des Konzentrationslagers nicht auf dem Ettersberg, sondern inmitten der Stadt Weimar, worüber nicht viele Bürger erfreut waren.
Zum Beispiel das Weimarer Krankenhaus wurde auch von leicht verletzten Häftlingen benutzt und 1939 wurde eine öffentliche Busfahrtlinie nach Buchenwald eingebaut.

Ich denke damit können wir ein Fazit ziehen ob die Weimarer Bürger denn wirklich nichts vom KZ gewusst haben sollten. Augenzeugen berichten das schon beim Bau sich die Bürger beschwert hatten und nicht gerade erfreut waren, aber wie kann man nicht erfreut sein wenn man eigentlich gar nichts davon wusste. In meinem Text wird belegt, wenn man den Quellen, also den Augenzeugen glaubt, dass es unmöglich war auch nur annähernd nicht mitzukriegen das irgendetwas sonderbares beziehungsweise sogar grausames und unmenschliches vorgeht. Man kann doch aber verstehen das gerade Mütter und Väter von Familien lieber den Mund halten und nicht aufbegehren ganz einfach um sich und die Kinder zu schützen. Allerdings bin ich der Überzeugung das es plausibel wäre, wenn möglichst viele Weimarer Menschen aktiven Widerstand betrieben hätten eine Veränderung, vielleicht sogar gar ein Sturz der Nationalsozialisten möglich gewesen wäre. Allerdings ist dies nicht leicht zu organisieren, die Gestapo war schließlich „überall“ und es hab mehr als Genug Bürger die dem antisemitischen und rassistischen System treu waren und so auch ihre engsten Freunde und Verwanden verraten hätten.




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