Umstandserklärung des „Gerberkritischen Komitees“ zur Lage der Gerberstraße 1 und zum Vorgehen für die Verbesserung dieser

Was ist das „Gerberkritische Komitee“?

Das „Gerberkritische Komitee“ ist ein Zusammenschluss von Personen aus dem unmittelbaren Zusammenhang des Gerbernahen Umfelds. Für diesen Kreis geht es um eine Revolutionierung der Zustände der Gerberstraße von Innen heraus. Das Komitee ist eine offene Gruppe, wo sich jede Person, die nicht das Geschehen zerspaltet, zurückdrängt oder zu ähnlichen Schädigungen für das Komitee führt, einbringen darf.

Was kritisiert das „Gerberkritische Komitee“?

Die Gerberstraße 1 hat sich in den letzten Jahren nach der Neubesetzung im Januar 2009, insbesondere nach der Neueröffnung Frühjahr 2010, ihrem politschen Zweck entfremdet. Und wir sprechen nicht von normalen Schwankungen der Qualität und Quantität der politischen und organisatorischen Aktion zwischen den Jahreszeiten, wir sprechen von einer permanenten Krise der Organisation und dem konsequenten Rückschritt von den Errungenschaften aus vorheriger Zeit.
Was die Gerberstraße 1 als Kollektiv betreibt ist ein suicide Lifestyle. Der Wille der Insassen ist nicht ein AUFBAU sondern ein ABBAU jeglicher revolutionäre Strukturen. Mit allen Mitteln wird gegen jeglichen möglichen Erfolg gearbeitet. Durch Barrikaden werden die Straßen gesperrt, ohne jeglichen Nutzen, damit die Bürgerlichen gestört werden oder nur aus Jux und Dollerei. Auf wen fällt es zurück? Auf Menschen die Tatsache etwas bewegen wollen. Dieses unreflektierte Handeln schließt Türen und hemmt somit die Bewegungsfreiheit des ganzen Kollektivs.
Abends wird in der Gerberstraße 1 gefeiert. Übermäßiger Alkoholkonsum treibt die Personen zur Barbarei.
Es wird sich geprügelt, (dabei) Gegenstände zerstört, alles was nicht absolut zerstört und stinkend ist wie sie selbst als Yuppies bezeichnet und teilweise mit diversen Wurfgeschossen deren Aufenthalt möglichst unangenehm gemacht, genervt und gepöbelt. Erlauben können sich dieses Fehlverhalten nur Menschen innerhalb des Gerber Kollektivs, Menschen, die nicht dazu gehören, würden sofort vor die Tür gesetzt werden.
„Wenn die Gerber nicht so widerlich stinken würde und hygienischer wäre, würde ich sogar hingehen und wenn die Leute nicht so asozial wären“ sagte eine Person, die auch schon in der Gerberstraße 1 war und es nicht lange aushielt. Und dieses Kollektiv redet von anarchistischer, antiautoritärer Organisation. Dieses Kollektiv redet von Selbstbestimmung und Vorleben. Glücklich kann man darüber sein, das sich diesem Leben niemand aus dem bürgerlichen Milieu anschließt, selbst dieses scheint vernünftiger zu sein als der große Teil des Kollektivs Gerberstraße 1. Und alle 2 Monate fahren sie auf eine Demonstration, um ihre politische Farce, das einzige was ihnen noch übrig bleibt, nicht zu verlieren. Zwischen den Monaten kommen dann noch Polemiken, schwachsinnige Erklärungen und Rechtfertigungen, realitätsferne Revolutionsträumereien und Gerede, was getan werden müsste. Noch die Realität sieht anders aus. Die Gerberstraße 1, welche nach anarchistischen
Vorgehen sich als Vorbild in die bürgerliche Gesellschaft integrieren sollte, Grenzt sich immer mehr von ihr ab.
Alles sein, bloß kein Spießbürger. Stattdessen feiert man sich als Drogenverweichter, Alkoholzerfressener, Prinzipienloser, bis zum Himmel stinkender, unhygienischer, Aufmerksamkeit süchtiger, spätpubertärer und erlebnisgeiler, anarchistischer Mob im Clownskostüm. Anscheinend finden das einige Jugendliche der postmodernen Beliebigkeit auch noch anziehend. Jedes Mädchen das über fünfzehn Jahren, wenn überhaupt, und wenigstens nur mittelmäßig attraktiv ist, scheint in der antisexistischen Geberstraße Frischfleisch zu sein.
Jungs gleichen Alters werden links liegen gelassen, scheint keinen zu interessieren, warum auch, man will ja nicht politisch Erziehen, man will einfach nur seine persönlichen Bedürfnisse befriedigen. Mit wem? Ich bin besoffen ist mir doch scheiß egal. Die soziale Intelligenz wurde durch das niederste Ausleben der Bedürfnisse verdrängt. So etwas nennt man Hedonismus, aber über die wird in der Gerberstraße im allgemeinen geschimpft.
Es stellt sich die Frage, warum das Plenum nicht einschreitet. Dafür gibt es eine sehr einfache Antwort:

1.Besteht das Plenum aus den selben Menschen, die den beschriebenen Lifestyle pflegen
2.Funktioniert das Plenum nach Konsensprinzip (gerne gibt es auch mal einen Konsens -2 Gegenstimmen), welches mit Menschen, die das richtige Argument nicht als das Entscheidungstragende in einer Diskussion sehen, unmöglich ist, denn Polemiken niederster Art nach dem Motto („ist trotzdem scheiße“) bringen das Kollektiv nicht nur keinen Schritt vorwärts, sondern 2 Schritte zurück
3.Alle Menschen die Einwand betreiben und die einzige mögliche Lösung zur Rehabilitation der Gerberstraße 1, also strenge, autoritäre Maßnahmen, die ein Ausufern der Situation schon präventiv verhindern, werden als autoritäre Spinner abgestempelt oder sind auf eine unerfindliche andere Art und Weise die Idioten
4.Das Plenum findet gar nicht erst statt oder wird nach Abarbeitung von maximal der Hälfte aller Punkte abgebrochen, weil die Diskussionen durch stupide Polemiken so verknotet sind, das ein Fortführen des Plenums unmöglich ist
5.Abnormal bescheuerte Witze und Ähnliches verlangsamen den Ablauf des Plenums
6.Unfähigkeit eine vernünftige Kommunikation zu führen, wo schon die leichtesten Dinge, wie sich ausreden lassen, zu schwer für das zugekiffte Hirn werden.
7.Ewig lange Streits um die banalsten Dinge

Wie wir sehen ist das Kollektiv zu unfähig sich zu organisieren, deswegen muss das wohl eine Art „Elite“ machen, die wenn nötig auch mit härteren Konsequenzen den Wiederaufbau der politischen Strukturen und den Erhalt und Aufbau der Freundschaft und friedlichen Koexistenz zu dem Bürgertum durchsetzen wird.
Dazu folgende vorläufige Aufgaben die sich das „Gerberkritische Komitee“ stellt:

1.Rauswurf der in der Gerberstraße wohnenden Menschen zum 1. September
2.Schließung der Küche: AK Küche Verwaltet die Küche und niemand darf ohne die Erlaubnis der AK in die Küche. Die AK Küche richtet die Küche ebenfalls wieder her. Dies geschieht aus der Erfahrung das die Nutzer der Gerberstraße 1 nicht mit der Küche umgehen können. Chaos, krankhafter Keim und Zerstörung sind das Ergebnis einer allgemeinen Nutzung gewesen. Wir lernen aus unseren Fehlern!
3.Schließung des Bandraumes nur noch für Personen denen der Erfahrungen entsprechend vertraut werden kann. Gleicheres wie in Punkt 2.
4.Kein Einstellen des Bardienstes unabhängig der Fähigkeiten. Der Bardienst hat Aufgaben zu erfüllen, die er leisten kann und muss und kriegt dementsprechend eine Einführung wie er es zu tun hat.
5.Rehabilitierung des Infoladens, Zutritt zum Dachboden nur noch für befugte Personen
6.Gleichbehandlung zwischen Gästen und Nutzern
7.Aufstellung fester Regeln mit dementsprechend festgelegten Konsequenzen

Dies ist die vorläufige Umstandserklärung, Aktualisierungen werden folgen, für einen neuen politischen Kurs im Projekt Gerberstraße 1!

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4 Antworten auf „Umstandserklärung des „Gerberkritischen Komitees“ zur Lage der Gerberstraße 1 und zum Vorgehen für die Verbesserung dieser“


  1. 1 tee 15. August 2011 um 6:36 Uhr

    Gibt es auch ein „gerberfernes Umfeld“?

  2. 2 Fräulein Schauprozess 15. August 2011 um 12:14 Uhr

    Es gibt Nutzer, Gäste und häufige Gäste, die fast als Nutzer bezeichnet werden könnten. Ersteres und letzteres kann als „Gerbernahes Umfeld“ bezeichnet werden.

  3. 3 Weder Wenzel Noch Winzel 27. Oktober 2011 um 16:06 Uhr

    fraglich ob derzeitig scheinprogressive tendenzen der nachaussenstrahlungserscheinung einer solchen masse bestand haben. die vernetzung immerhin scheint ja besser zu werden, oder ?

  4. 4 weit-sicht 14. November 2011 um 9:39 Uhr

    ist es nicht eher gefährlich für jedes einzel individuum
    das sich in besagtem rauv aufhält oder jemals aufgehalten hatt wenn solche texte veröffentlicht werden ?!

    unverstämdniss macht sich breit ?!

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